Ortsverband Ettenheim mit Umland
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Artenschutzprojekt Weißstörche

Storchenexperte Wolfgang Hoffmann bei der Nestreinigung

Ende der 1970er Jahre glaubte kaum noch jemand, dass die Weißstörche im Lande noch lange überleben würden, denn es gab in ganz Baden-Württemberg nur noch etwa 18 Brutpaare. 1984 wurde der Weißstorch vom NABU zum Vogel des Jahres gewählt und der startete zusammen mit dem staatlichen Naturschutz ein auf 10 Jahre befristetes Wiederansiedelungsprojekt. Das startete erfolgreich, so dass sich auch 1992 in Ettenheim mit Unterstützung von Klaus Bruder (im Polizeidienst 1993 gestorben) und Wolfgang Hoffmann ein Storchenpaar auf dem Ettenheimer Rathaus ansiedeln konnte.

Nach Ende des Projekts arbeitete Wolfgang Hoffmann weiter mit den Störchen und unterstützte auch andere Gemeinden im nördlichen Landkreis Emmendingen und in der südlichen Ortenau durch Reaktivierung alter Neststandorte und Errichtung neuer Nestunterkonstruktionen.

Obwohl es nicht gelungen war, mehr Feuchtgebiete als Nahrungsgrundlagen für die Störche zu erschließen, profitierten sie durch weitere Anpassung an die Agrarkultur, sowie durch teilweise Umstellung ihrer Nahrung von Amphibien auf Mäuse. Schließlich kamen auch weniger Störche an Stromleitungen und Strommasten zu Tode, weil die hiesigen Stromversorger in Zusammenarbeit mit den Naturschützern ihre Anlagen sicherer machten. Inzwischen lebten in Baden-Württemberg im Jahr 2021 über 3000 Brutpaare (18 im Jahr 1978!)

Allerdings werden die für Störche und andere Tierarten geeigneten Nahrungslebensräume zunehmend bebaut und durch Straßenbau zerschnitten, so dass ein Ende des „Höhenfluges“ der Störche abzusehen ist.

In Ettenheim brütet aktuell und immer wieder ein Storchenpaar auf dem Rathaus, das über eine Videokamera am Nest aufgenommen und im Bürgerbüro und auch von außen über Monitore beobachtet werden kann. Ein weiteres Paar befindet sich auf dem Palais Rohan, sowie ein drittes auf dem obersten Simsbogen der Stadtkirche. Neuerdings ist auch ein Sendemast am Supermarkt mit Tankstelle besetzt, sowie das Glockentürmchen des Gymnasiums.

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Wolfgang Hoffmann


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