Ortsverband Ettenheim mit Umland
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Biotoppflege

Neophytenbekämpfung und Umgang mit dem Jakobskreuzkraut

Biotoppflege Neophytenbekämpfung Ehrenamtliche Helfer bei der Biotoppflege

Rund um Ettenheim und Schmieheim werden derzeit fünf Biotope und zwei große Flächen auf dem Kahlenberg in Ringsheim von uns gepflegt. Es handelt sich hierbei um (Halb-)Trockenflächen sowie wechselfeuchte bis nasse Flächen.

In unseren Biotopen finden sich ca. 10 verschiedene Orchideenarten und weitere Pflanzen der Roten Liste von Baden-Württemberg, u.a. der sehr seltene Durchwachsene Bitterling.

Außerdem wächst auf einem Areal der Große Wiesenknopf, welcher als Futter- und Eiablagepflanze für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling, ein Schmetterling, dient. Dass die Aufzucht gelingt, ist zusätzlich noch eine bestimmte Knotenameise am Standort nötig.

Darüber hinaus beherbergt ein Grundstück einen kleinen Teich u.a. für Amphibien und ein weiteres eine kleine Streuobstwiese.

Die Flächen mit invasiven Neophyten wie Kanadischer Goldrute, Indischem Springkraut, Einjährigem Feinstrahl, ggfs. Kanadischem Berufskraut und dem Jakobskreuzkraut (ist invasiv, jedoch kein Neophyt) werden entsprechend behandelt. Meist werden diese Pflanzen durch Rausreißen, Köpfe abschlagen oder rechtzeitiger, selektiver Mahd geschwächt oder im Idealfall dauerhaft eliminiert.

Auf dem Kahlenberg kommt der Jakobskreuzkrauteliminierung eine besondere Bedeutung zu, da hier im Frühjahr Futterheu gewonnen wird. Im getrockneten Zustand schmecken die Tiere das Jakobskreuzkraut nicht heraus. Auf der Wiese fressen sie im Normalfall um das frische Kraut herum. Besonders für Pferde ist das Gift dieser Pflanze gefährlich, da es sich in der Leber anreichert und nicht mehr abgebaut wird und damit langfristig zum Tod führt.

Ein Großteil des Landschaftspflegematerials fließt als Biomasse in die Energiegewinnung auf dem Kahlenberg.

Der Arbeitsaufwand in den Biotopen ist groß, da widerstreitende Interessen berücksichtigt werden müssen. Die Nahrungsareale von z.B. Bienenfresser und Baumpieper sollen während der Brutzeit nicht betreten werden. Zeitgleich sollte jedoch aber die Kanadische Goldrute oder das Schilf durch eine erste Mahd geschwächt werden. Diese wiederum konkurrieren mit daneben stehenden Orchideen. Um möglichst allem gerecht zu werden, stimmen sich die Deponieleitung, NABU- und BUND-Vertreter*innen und Ornithologen innerhalb der extra dafür gegründeten Naturschutzgruppe mehrfach im Jahr ab.

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